Ruhewald Hohenegg

Helga & Felix Montecuccoli

Forstwirtschaft

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Wir wünschen allen Partnern, Kunden, Lieferanten und Nachbarn ein gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest und ein erfolgreiches und unfallfreies neues Jahr!
Unser Betrieb bleibt bis 3. Jänner 2019 geschlossen.

In sehr dringenden Fällen erreichen Sie Forstverwalter Helmreich
unter 0664-4332771

Jahresrückblick

Der Winter 2017/18 war für die Holzernte wegen warmer Temperaturen und ausbleibenden Frosttagen sehr schwierig. Wir konnten dennoch die notwendigen Durchforstungen machen und reife Bestände ernten und für die Verjüngung vorbereiten. Ein Schwerpunkt lag auch auf der Vorbereitung der Wiederaufforstung von Sturm- und Käfergeschädigten Flächen.

Eine sehr frühe und lange Warmphase war für die Pflanzung eine große Herausforderung, da die Pflanzen in sehr kurzer Zeit versetzt werden mussten. Während manche Baumarten schon austrieben konnten andere noch gar nicht von den Baumschulen geliefert werden und die Böden trockneten wegen fehlender Winterfeuchte rasch aus.

Bereits Anfang April beobachteten wir einen aussergewöhnlich frühen Paarungsflug des Borkenkäfer und mussten uns auf eine intensive und lange Borkenkäferaktivität einstellen. Von Mai bis Oktober waren alle Kräfte auf die Suche und Aufarbeitung von Brutbäume konzentriert und dringend notwendige Pflegemaßnahmen konnten nur mit zusätzlichen Kräften und in reduziertem Umfang durchgeführt werden.

Der Klimawandel findet statt. Mehr Hitzetage, deutlich höhere Durchschnittstemperaturen sind für Bäume schlecht aber für Schadinsekten gut. Niederschlag in Form von Starkregen und Gewittern füllen wohl die Statistik aber nicht den Bodenwasserhaushalt sondern können als Oberflächenabfluss von Bäumen nicht genutzt werden. Spätfröste - die in unseren Breitengraden immer auftreten werden - wirken sich verheerend aus, wenn durch einen frühen Vegetationsbeginn die Pflanzen bereits voll im Saft stehen und das Laub schon austreibt.

Der Holzmarkt in Mitteleuropa ist seit einem Jahr von einem Überangebot an Kalamitätsholz aus Borkenkäfer- und Sturmschäden geprägt und eine Trendwende ist nicht absehbar.

Die Feldkulturen wurden bei uns durch gelegentliche Gewitterniederschläge gerade einmal ausreichend mit Wasser versorgt so dass die schlimmsten Befürchtungen ausblieben und die Getreide und Maisernte konnte trocken eingebracht werden.

Auf Grund der Gesamtsituation mit intensiver Borkenkäferbekämpfung war es uns nicht möglich den notwendigen Formschnitt bei den Christbäumen zu machen. Einiges werden wir im kommenden Frühjahr nachholen können aber wir mussten auch viele Bäume geringerer Qualität an den Großhandel verkaufen. Zwei weitere Flächen wurden für die Produktion von Christbäumen vorbereitet und müssen noch eingezäunt werden.

Wildverbiss durch Rehe und Hasen aber auch der Fraß der Buchecken und Eicheln durch Wildschweine behindern die Naturverjüngung der geschädigten Waldbestände massiv. Die Überführung in stabilere und resiliente Mischwaldbestände durch Naturverjüngung ist nahezu unmöglich, wenn der Wildeinfluss nicht massiv reduziert werden kann. Einzäunung ist die teuerste Maßnahme und kann das Problem nicht nachhaltig lösen. Nur eine radikale Reduktion der Schalenwildpopulation kann zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führen. In Hohenegg haben wir wieder eine erfolgreiche Ansitzdrückjagd organisiert. Aber ein Revier kann nicht das Problem der ganzen Region lösen.

Nun sind wir wieder in der Hauptsaison der Holzernte. Vor allem konzentrieren wir uns auf notwendige Durchforstungen und Pflegeeingriffe, auf Eschenkalamitäten und auf das Aufräumen nach den Borkenkäferschäden. Die ersten Frosttage haben die Arbeiten im Flysch begünstigt und uns wieder Mut und Zuversicht für die kommenden Aufgaben gegeben.

Aktuelles März 2018

Die Holzernte des Winters ist weitgehend abgeschlossen. Die Wetterbedingungen waren sehr schwierig, da es nur wenige Tage Frost gab und die Böden fast immer sehr nass und weich waren. In einigen Beständen waren daher tiefe Fahrspuren unvermeidlich. Wir bemühen uns, bei solch schlechten Bedingungen nur wenige Fahrgassen und -spuren zu benutzen, auch wenn diese dann noch mehr beschädigt werden. Im vergangenen Sommer und Herbst mussten wir schon sehr viel Schadholz wegen Borkenkäferbefall ernten und im Winter mussten wir unter den geschädigten Eschenbeständen eine Auswahl treffen, um eine planmäßige und sinnvolle Aufforstung und Waldstruktur zu erhalten. Einige notwendige Durchforstungen besonders in Douglasienbeständen, aber auch in Laubholzbeständen, konnten abgeschlossen werden. Die eigene Rückmaschine ermöglicht uns, die Arbeiten einigermaßen an das Wetter und den Bodenzustand anzupassen. Daher liegt noch immer Holz in den Beständen und wartet auf die Rückung bei trockenem Wetter.

Die Vorbereitungen für die Aufforstung haben begonnen, und die Geräte für die Feldbestellung und die Düngung der Felder sind schon einsatzbereit. An den Christbäumen wird bald ein Korrekturschnitt durchgeführt werden.

Die Wildschweine werfen schon die Frischlinge und wir rechnen weiterhin mit einem Anwachsen des Bestandes, obwohl in den letzten Monaten überdurchschnittlich viele Sauen erlegt werden konnten. Der erste Hasenbesatz wird wohl unter der Kälte leiden – hoffentlich überleben doch einige der ersten Junghasen.

Aktuelles Mai 2015

Wir haben in den vergangenen Wochen rund um die Burgruine Hohenegg einige neue Straßen und Wege zur Erschließung der Waldflächen und auch zum Wandern oder Spazieren errichtet. Leider hat der Regen zu Verzögerungen der Arbeiten geführt.

Ich bedanke mich ausdrücklich bei allen Bewohnern von Stein und Eichberg für ihre Geduld und ihr Verständnis für den LKW-Verkehr! Für Unannehmlichkeiten, Lärm und Staub möchte ich mich entschuldigen. Wir haben uns bemüht, die Störungen so gering wie möglich zu halten.

Da die Burg ein häufig besuchtes Ziel und Ausgangspunkt für viele Wanderer ist, haben wir nun mit dem Raimondo-Steig rund um die Burg und den Ruhewald ein neues Angebot mit einer kleinen Runde mit ca 1,2 Kilometer Länge und einer Gehzeit von ca. 30 Minuten geschaffen. Vor der Burg wurden der Parkplatz und die Wiese mit Steinen und neu angepflanzten Bäumen klar abgegrenzt.

Der Ruhewald kann gerne auch  von Spaziergängern zur Erholung genutzt werden. Wir bitten jedoch um entsprechend respektvolles Verhalten. Bitte werfen Sie keinen Abfall oder Zigarettenkippen weg. Informationen zum Ruhewald finden sie unter www.ruhewaldhohenegg.at. Das Befahren der Forststraßen und Wege mit Fahrrädern und ähnlichem und das Reiten ist weiterhin verboten. Die Forststrassen dienen in erster Linie als Arbeitsplatz zur Waldbewirtschaftung. Es können auch nicht alle Freizeitsportarten auf den selben Wegen gleichzeitig stattfinden ohne zu neuen Problemen zu führen.

Ich wünsche Ihnen gute Erholung und schöne Spaziergänge auf den neuen Wegen!

Aktuelles Jänner 2015

Ich wünsche allen Besuchern ein gesegnetes und gutes neues Jahr 2015!

Durch den Orkan im Oktober, den Eisbruch im Dezember und das Sturmtief Felix im Jänner sind in unseren Forstrevieren bereits rund 1.900 Festmeter Holz geworfen und gebrochen. Wir haben seit Beginn der Holzerntesaison unsere Einsatzpläne nun schon vier mal umgestellt. Zusätzlich erschwert die warme Witterung und der Regen die Holzernte, da die Böden und Straßen nur schlecht befahr sind. Der im Herbst 2013 gekaufte neue Schneepflug war noch nie im Einsatz! Leider muss ausgerechnet jetzt in der Hauptsaison unser Rückezug zu einer größeren Reparatur für mehrere Tage in die Werkstatt!

Die Schäden durch Eisbruch und Sturm sind weitaus größer als nur der Anteil an unverwertbarem Bruchholz und die höheren erntekosten durch den verstreuten Anfall . Die zufälligen Lücken und Schneisen in den Waldbeständen werden uns in den nächsten Jahren in diesen Wäldern die Zuwachsträger fehlen. Bäume mit abgebrochenen Wipfeln entwicklen zwar aus einem Seitenast einen neuen Gipfeltrieb, doch dieser wird kein Sägeblochholz mehr produzieren.

Das Jagdjahr konnte erfolgreich abgeschlossen werden. In den letzten Jagdtagen konnten noch einige Rehe und Sauen erlegt werden und die Witterung ist für die Wildtiere günstig. Rehe, Hasen und Sauen finden fast überall ausreichend Äsung durch Gras, Brombeeren und krautige Pflanzen. Eine Fütterung ist keinesfalls notwendig und würde die Verdauung der  Wildtiere stören. Vor allem Mais und klein gepresste Pellets führen bei Rehen zur Übersäuerung des Magens und sogar zum qualvollen Tod. Seit wir die Fütterung der Rehe in den Revieren Hohenegg und Mitterau vor einigen Jahren eingestellt haben, ist in diesen Revieren im Frühjahr nahezu kein Fallwild mehr zu finden.

Aktuelles November 2014

Der Ruhewald Hohenegg

wurde am Wochenende des 25. und 26. September bei Führungen erstmals einem breiteren Publikum präsentiert. Bei drei Führungen informierten sich rund 100 Personen aus der näheren und weiteren Umgebung bis Krems über das Konzept und die Organisation des Ruhewald Hohenegg. Es herrschte reges Interesse und die ersten Reservierungen wurden gleich abgeschlossen. Näheres dazu auf www.ruhewaldhohenegg.at


Die Maisernte

ist nach einem verregneten Sommer  und durch einen sehr nassen Herbst verzögert. Einerseits trocknet das Erntegut nur sehr langsam, andererseits sind die durchnässten Böden der Felder kaum befahrbar. Trotz der Schwierigkeiten konnte der Weizen angebaut werden und sprießt auch schon um zur nächsten Ernte heranzuwachsen.  Die neue Feldspritze wurde in Betrieb genommen und ermöglicht nun eine noch präzisere Anwendung der Pflanzenschutzmittel.


Der Orkan am 21.10.

hat im Wald durch eine Vielzahl von Einzelwürfen in nahezu allen Beständen und erheblichen Schaden angerichtet. Diese Sturmschäden werden im Laufe des Winters neben der planmäßigen Holzernte aufgearbeitet werden. Die wichtigste Arbeit ist nun der Schutz junger Kulturen gegen Wildverbiß.


Mitte November wird Herr Andreas Kaminsky seine Arbeit als Forstfacharbeiter aufnehmen.

Er wird sich auch speziell um die Christbaumkulturen annehmen. Wir begrüßen Ihn sehr herzlich und wünschen Ihm viel Freude in unserem Team!


DI Felix Montecuccoli, Gut Mitterau, 3385 Prinzersdorf, Tel. 02749-2290, Fax 02749-2290-4, office@montecuccoli.at
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